Wer ist MB?

Max Büchler (bürgerlich Maximilian Büchler), erblickte am 20. Juli 1987 im Erbacher Kreiskrankenhaus (heute Gesundheitszentrum Odenwald) das Licht der Welt. Als heiß ersehnte zweite Tochter einer Mutter, die nach der ersten nur noch Söhne geboren hatte, muss die Geburt wohl so oder so ähnlich verlaufen sein (Ich war zwar dabei, habe sie aber sicher ganz anders erlebt als die übrigen Anwesenden): Ein Ohr, noch ein Ohr, ein Köpfchen hinterher, das kleine Bäuchlein und… ein Penis. Die großen Ohren haben sich glücklicherweise einigermaßen verwachsen, der Penis blieb. Es war ein Junge.

 

Bereits im Säuglingsalter setzt bei Kindern ja bekanntlich der Greifreflex ein, was bedeutet, alles wird gegriffen und erst dann wieder losgelassen, wenn etwas interessanteres ins Fadenkreuz gerät. Dies hatte wohl zur Folge, dass der kleine Max auch irgendwann nach einem Buntstift griff und diesen erst losließ, als er im Kindergarten einen Bleistift in die Finger bekam. Mit den ersten Worten kamen dann auch die ersten Widerworte und aus den ersten Zweifeln wuchsen erste Diskussionen. Wir wurden damals von Hause aus zum Selbstdenken erzogen, was vielen leider verwehrt geblieben ist und heute sogar vermehrt verwehrt bleibt.

 

In der Grundschule wurde der Bleistift immer öfter vom Radiergummi und auch von Zeit zu Zeit vom Füller abgelöst. Neben der Schöpfung von Kunstwerken auf höchstem Grundschulniveau, breitete sich die kreative Leistung also auch auf das geschriebene Wort aus. Ich gebe zu, das fleißige Mehrfachschreiben einzelner Buchstaben, das fehlerfreie Runterschreiben von Diktaten und das einfache Aufschreiben und Lösen von simplen Rechenaufgaben zeugt zunächst von wenig Kreativität, allerdings bereits von gewissen kognitiven Fähigkeiten.

 

In der Mittel- und Oberstufe wuchs neben der stetigen Zunahme der Werkzeuge (Vokabeln, Grammatik, Sprachen, Pinsel, Aquarell, Tusche, Feder, Computer uvm.) auch das Interesse den Greifreflex auszuweiten. Neben Rockzipfeln, griff Max immer seltener zum Füller und immer häufiger zum Bleistift. Dies wirkte sich nur inhaltlich auf die mündliche Beteiligung am Unterricht aus. Geredet wurde laut dem ein oder anderen Lehrer „pausenlos“ – nur selten zum Thema, was in fast allen Fächern außer Kunst zu einem verhältnismäßig starken Leistungseinbruch in der Oberstufe führte.

 

Nachdem der Ehrgeiz für die Aufnahme in Mainz zum Studieren von Kunst auf Lehramt nicht ausreichte, steckte der 21-jährige seine ganze Energie in die Hochschulzulassung in Digital Media in der Sparte Animation & Game. Nach drei lehrreichen Jahren in Dieburg schloss er sein Studium mit dem Bachelor of Arts ab, um zunächst selbstständig kreativ zu werden. Nach einem Jahr in Selbstständigkeit entschied er sich 2012 zu einer Festanstellung bei der odenwälder Film- und Fernsehproduktion VPS Media, wo er mittlerweile als Creative Director zum harten Kern gehört.